Hundstage
Der Sommer kann bis Ende Juli noch so schlecht gewesen sein, mit den Hundstagen, benannt nach dem Hundsstern Sirius, der Anfang August mit der Sonne auf- und untergeht, stellt sich normalerweise eine länger anhaltende hochsommerliche Witterungsphase ein. Mit einer südwestlichen bis südlichen Höhenströmung gelangt in der ersten Augusthälfte häufig sehr warme, zeitweise richtig heiße Mittelmeerluft über die Alpen nach Mitteleuropa. So erreichen die Temperaturen statistisch gesehen um den 05. August herum die höchsten Werte des Jahres. Allerdings hält sich die Witterung nicht immer an Statistiken und Wetterregeln, wie wir 2006 leidvoll erfahren mussten, denn nach einer siebenwöchigen, in dieser Länge bislang einzigartigen Hitzewelle ging der Sommer ausgerechnet während der Hundstage auf Tauchstation. Auf den vielerorts heißesten Juli seit Menschengedenken folgte der kühlste, regenreichste und sonnenscheinärmste August seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Dass der August aber auch ganz anders kann, bewies er im Jahrhundertsommer 2003. Damals kletterten die Temperaturen dank Hitzehoch "Michaela" an 26 Tagen über die 25-Grad-Sommermarke und 15 Mal über die Hitzemarke von 30 Grad. An sechs Tagen wurden sogar Höchstwerte von mehr als 35 Grad gemessen.