Bodensee (Kressbronn): 19,4°C  -  Steegersee (Aulendorf): 21,9°C  -  Teich der Wetterzentrale Bad Schussenried: 18,7°C  
16.06.2026Höhe
ü. NN
ZeitTemperatur (°C)Nieder-
schlag
Luft-
feuchte
Luft-
druck
Wind
StationaktuellMinimumMaximumaktuellMaximum
Bad Schussenried-Steinhausen584 m00:0012,6- (-)12,6 (01:00)0,0 l/m²73%1016,83,2 km/h (1 Bft) N1,4 km/h (1 Bft) N (01:00)
Biberach (Riss), Boehringer533 m00:5013,813,8 (00:50)15,3 (00:10)0,0 l/m²73%1019,30,0 km/h (0 Bft) N4,3 km/h (1 Bft) N (00:00)
Ebersbach-Menzenweiler661 m00:0014,7- (-)14,7 (01:00)0,0 l/m²65%1016,94,7 km/h (1 Bft) O3,2 km/h (1 Bft) N (01:00)
Sauldorf-Boll655 m00:0014,8- (-)14,8 (01:00)0,0 l/m²60%1016,11,4 km/h (1 Bft) N0,0 km/h (0 Bft) N (01:00)
 

Da kalte Luft schwerer ist als warme bilden sich in den langen Herbst- und Winternächten bei Hochdruckwetterlagen in den Tälern und Becken zwischen Alb und Alpen so genannte "Kaltluftseen", während es auf den Berghöhen zur selben Zeit, entgegen der sonst üblichen Temperaturabnahme mit der Höhe, oft spürbar wärmer ist. Autofahrer, die nachts unterwegs sind, können dies gut an ihrem Außenthermometer ablesen. Meteorologen bezeichnen diese Temperaturumkehr als "Inversionswetterlage". In einem windschwachen Hochdruckgebiet kann diese tagelang anhalten. Die warme Luft liegt dann wie ein Deckel über der kalten Luftmasse, in der die Schadstoffe aus Industrie, Verkehr und Haushalt nicht mehr in die freie Atmosphäre entweichen können, wodurch sich hier die Luftqualität deutlich verschlechtert.

Da kalte Luft wesentlich weniger Wasserdampf aufnehmen kann als warme, bilden sich in der bodennahen Kaltluftschicht teils dichte und zähe Nebelfelder. Während auf den Berghöhen von Alb und Allgäu gleichzeitig mildes Strahlewetter mit einer ausgezeichneten Fernsicht herrscht, versinken die Niederungen teilweise tagelang im feucht-kühlen Dauergrau. Dabei entsteht häufig eine Verbindung vom großen Nebelreservoir des Bodensees über das Schussenbecken und das Rißtal zum Nebel im Donautal. Solche Nebellagen sind bei stabilem Hochdruckwetter zermürbend, denn die Auflösungschancen des zähen Grauschleiers sind gering. So gab es im Nebelwinter 1995/96 im Rißtal im Dezember und Januar insgesamt gerade mal 25 Sonnenscheinstunden und an 56 von 62 Tagen war die Sonne überhaupt nicht zu sehen!

Dabei ist der Sonnenschein manchmal gar nicht weit entfernt. Während beispielsweise das Rißtal noch im Nebel versinkt, kann man zur selben Zeit oft schon im rund 70 Meter höher gelegenen Bergerhausen oder in Mettenberg Sonne pur genießen. Wenn auch dort noch Nebeltristesse herrscht, so hilft nur eine Fahrt ins Allgäu. Nicht selten weichen dann bereits hinter Füramoos oder bei Unterschwarzach die grauen Nebelschleier strahlendem Sonnenschein und tiefblauem Himmel.

 
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