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Lexikon-Einträge - Buchstabe W
Wolkengattungen
Je nach Höhe unterscheidet man folgende Wolkengattungen:
Hohe Wolken Cirrus = Ci Cirrocumulus = Cc Cirrostratus = Cs Mittelhohe Wolken Altocumulus = Ac Altostratus = As Nimbostratus = Ns Tiefe Wolken Stratocumulus = Sc Stratus = St Cumulus = Cu Cumulonimbus = Cb Bestimmung der Wolkengattung Der Beobachter stellt zunächst fest, ob es sich um hohe, mittelhohe oder tiefe Wolken handelt. Typische Wolkengattungen sind verhältnismäÃig selten. Häufig beobachtet man Ãbergangsformen. Es ist dann diejenige Wolkengattung zu wählen, der die beobachtete Wolke am nächsten kommt. Treten verschiedene Wolkengattungen auf, so sind sie sämtlich anzugeben. Im Zweifelsfall, was ganz besonders für die Dunkelheit gilt, ist es richtiger, statt einer mehr oder weniger willkürlichen Angabe ein Fragezeichen einzutragen. Bei Nebel ohne Himmelssicht ist statt der Wolkengattung das Nebelsymbol einzutragen. Wolkenbilder und Himmelserscheinungen - Tipps für die Erstellung eigener Wettervorhersagen (aus: Roth, Roland: Klima und Wetter im Alpenvorland) [ Download ] DateigröÃe: ~ 3,5 MB Wintersonnenwende
Am 21. Dezember erreicht die Sonne ihren tiefsten Stand. Damit beginnt dem Kalender nach der Winter. Von da an werden die Tage dann allmählich wieder länger. Während für die Nordeuropäer die Wintersonnenwende ein richtiger Feiertag ist, nimmt man bei uns von diesem Ereignis kaum Notiz. Eigentlich schade, ist dieser Tag doch wirklich ein Grund zur Freude. Man könnte meinen, dass in der Zeit der langen Nächte um die Wintersonnenwende herum, auch die tiefsten Temperaturen gemessen werden. Aber dies ist im Allgemeinen erst zwischen Mitte Januar und Anfang Februar, im meteorologischen Hochwinter der Fall. Stattdessen stellt sich nach einer ersten frühwinterlichen Witterungsperiode, bei der sich zumeist auch in den Niederungen eine geschlossene Schneedecke bildet, mit etwa 75-prozentiger Wahrscheinlichkeit in den Tagen vor Weihnachten eine milde Südwest- bis Westwetterlage ein, im Volksmund "Weihnachtstauwetter" genannt. So gab es an der Wetterzentrale in Bad Schussenried in den letzten vierzig Jahren neunzehnmal grüne Weihnachten, neunmal angezuckerte und nur zwölfmal richtig weiÃe Weihnachten. Auf der Schwäbischen Alb und im baden-württembergischen Allgäu liegt die Wahrscheinlichkeit für Schnee an Weihnachten dagegen immerhin bei rund 70 Prozent. Die Witterung des Hochwinters entscheidet sich im übrigen meistens zwischen Weihnachten und Dreikönig. "Ist bis Dreikönig kein Winter, folgt auch keiner dahinter!" ist nicht von ungefähr eine der bekanntesten und treffsichersten Regeln im bäuerlichen Wetterjahr.
Wolkenbilder und Himmelserscheinungen
Tipps für die Erstellung eigener Wettervorhersagen
(aus: Roth, Roland: Klima und Wetter im Alpenvorland) [ Download ] DateigröÃe: ~ 3,5 MB Weihnachtstauwetter
Mit etwa 70prozentiger Wahrscheinlichkeit stellt sich in den Tagen vor Weihnachten eine milde, häufig föhnige Südwest- bis Westwindwetterlage, das sprichwörtliche "Weihnachtstauwetter" ein. Nach einer ersten frühwinterlichen Witterungsphase gelangt zu den Festtagen hin mildere Atlantikluft nach Mitteleuropa und lässt die davor gefallene Schneedecke dahinschmelzen. So gab es in den Niederungen zwischen Alb und Alpen in den letzten vierzig Jahren zwanzigmal grüne Weihnachten, neunmal angezuckerte und lediglich elfmal richtig weiÃe Weihnachten. Auf den Alb- und Allgäuhöhen liegt die Wahrscheinlichkeit für Schnee an Weihnachten dagegen immerhin bei rund 70 Prozent.
Weltwettertag
Am 23. März wird der "Tag der Meteorologie" begangen, denn im Jahre 1950 haben sich an diesem Tag die Staaten der Erde zusammengeschlossen, um künftig ihre Wetterdaten weltweit auszutauschen und verstärkt zusammenzuarbeiten.
Wasserhosen - Funnel (cloud) - Tornados
Eine Windhose ist nichts andere als ein Tornado, eine Trichterwolke oder eine Trombe, physikalisch gesehen ein und dasselbe, eben nur mit unterschiedlichen Begrifflichkeiten. Man unterscheidet der Stärke nach in die Kategorien F0, also die schwächste Form, bis F5 die schwerste Form eines Tornados.
Erst wenn die (rotierende) Trichterwolke Bodenkontakt hat, spricht man von einem Tornado, ohne Bodenberührung ist es ein Funnel, auch Funnel cloud genannt. Die Entstehung dieser Wettergebilde ist physikalisch gesehen ein komplexer Prozess. Vereinfacht gesagt trifft kältere Luft in der Höhe auf wasserdampfgesättigte, labile Luft am Boden. Das geschieht vor allem dann, wenn sich an schwül-warmen bis heiÃen Tagen eine Gewitterlinie oder eine Kaltfront nähert. Dabei können sich bevorzugt im Spätsommer oder Frühherbst über dem noch warmen Bodensee auch Wasserhosen bilden. Dass Tornados in Zeiten des Klimawandels häufiger auftreten, lässt sich nicht eindeutig nachweisen. Fakt ist, dass solche Wetterereignisse heute einfach auch besser dokumentiert werden, da ja bald jeder ein Smartphone mit sich führt. Das heiÃt die Dunkelziffer ist nicht mehr so groà wie früher. Es spricht zwar einiges dafür, dass die Tornados in Deutschland an Zahl und Stärke zugenommen haben, doch der schwerste je in Deutschland dokumentierte Tornado ging am 10. Juli 1968 über Pforzheim nieder. Er beschädigte 1.750 Gebäude, zwei Menschen starben und 200 wurden verletzt. Man sieht also, Tornados hat es in Deutschland schon immer gegeben. |
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